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Ich gebe auf

Ich bin es gewohnt, relativ schnell das Interesse zu verlieren, vor allem, wenn ich gerade dabei war, mich zu vergucken. Normalerweise ist es, weil der Auserwählte doch nicht so perfekt ist, wie es vorerst den Anschein machte. Oder eher, weil niemand an meine geheimsten Wünsche hinanzureichen vermag. Ist es also doch so, dass ich meine Erwartungen zu hoch schraube? Ist es überhaupt jemandem möglich, meinem Mr. Perfect zu gleichen?
Wenn ich zurückblicke, aus welchen Gründen ich Männer ablehnte ... Meine Güte, ich bin wirklich Ally. Sie lehnt jemanden ab, weil er beim Essen Salatsoße am Kinn hatte und sie den Anblick nicht mehr los wird. Oder weil jemand eine scheußliche Lache hat (okay, damit hätte ich mich auch nicht anfreunden können *g*).

Langer Rede kurzer Sinn: Ich gebe auf.
Entweder ist dieser Typ taub, schwul oder tatsächlich nicht interessiert. Ich gehe von letzterem aus, was vollkommen in Ordnung ist. Es ist sein gutes Recht, Ally zu sein, wie es auch meines ist.
Er hatte sein Katerchen mit dem Handy fotographiert und zeigte mir heute das Bild. Ziemlich dicht trat ich an ihn heran, da es mir sonst nicht möglich gewesen wäre, es zu betrachten. Ein toller Kater, der laut seiner Aussage so weich ist, wie er aussieht. Und ein Genießer, der sich auf dem Boden räkelt. Wer so ein Tierchen hat, muss einfach nett sein, dachte ich. Und nachdem ich mich nach Napoleons Alter erkundigte, fragte ich nach seinem. 33, perfekter geht es eigentlich nicht.
Ja, das klingt alles recht normal, doch als er beinahe fluchtartig den Laden verließ, nachdem ich meinte, das sei ein tolles Alter, wurde mir klar, dass ich es lassen sollte. Ich hatte schon überlegt, ob ich im Wahn gefragt hatte, ob er mir ein Kind macht.
Ich gebe es ja zu. Die Art, wie ich vorging, war ziemlich plump. Aber hey, Tick Tack, Tick Tack, ich gehe auf die dreißig zu, da hat man nichts mehr zu verlieren.
Also freue ich mich einfach, wenn (oder falls) er weiterhin in den Laden kommt, lasse meine Andeutungen und genieße einfach wieder im Stillen. Ich war sowieso nie die Baggerfrau, und das steht mir auch heute noch nicht. Und ehrlich? So verzweifelt, wie ich scheine, bin ich gar nicht *g*

Ich komme gut allein zurecht und mag eigentlich sowieso keine "Winterbeziehungen". Die Gefahr, dass dieser Monat Grund für eine Beziehung ist, ist einfach zu groß. Und laut meinem Nostradamushoroskop (ich frage mich noch immer, wie jemand auf die Idee kommen konnte, mir sowas zu schenken), finde ich die große Liebe erst im Februar. Oder begann da die Zeit des "apokalyptischen Sex'"? Ich muss euch das Ding echt mal aufschreiben, hebe mir diesen hochamüsanten Aspekt meines Singlelebens jedoch für die kommenden Tage auf.
Nostradamus sagt für meinen Ex, der mittlerweile ein super lieber, aber auch mitunter anstrengender Freund ist, tantrische Liebesspiele voraus *wechlach* Na, "in Zeiten der Not" mache ich alles mit *zwinker*

Nebenbei möchte ich noch kurz erwähnen, dass mein Ex (ein anderer, der die Straßenseite wechselt, wenn er mich sieht *g*) seit Juli mit der Frau zusammen ist, die im Januar meinen Ex (also wieder einen anderen, aber eigentlich nicht wirklich nennenswert, weil damals 16 *kicher*) heiratete. Ein Elend mit den Echsen ... äh, Exen. Aber spaßig ist es allemal.

Ally und ich haben uns gerade ein Haus gekauft. Und im Laufe des Abends werden wir uns noch ein wenig in Jon Bon Jovi vergucken. So hat doch alles sein Gutes. Und wenn ich mit meinem Katerchen im Arm einschlafe, brauche ich auch keinen Kerl mehr.

23.10.06 21:02


Wieder ein Sonntag

Natürlich wusste mein Gourmet Perle Kerle nicht, dass der Freitag perfekt für einen Kaffee ist *seufz* Ich kam nicht einmal in das Vergnügen seiner Gesellschaft.
Aber morgen ist Montag. Eigentlich der Tag, an dem ich ihn am meisten sah.

Und so verbringe ich den Tag wie jeden Sonntag und creme meine wundgelegenen Stellen ein. Ich glaube, ganze viermal verließ ich das Bett, ansonsten begleiteten Ally und Tagträume mich.
Gegen Abend genoss ich ein herrliches Bad. Nivea Winterwonne ist doch einfach das Beste. Dann noch schöne Cashmere Dusche von Nivea, und ich bin seidigweich und wohlduftend.
Als ich mit dem Kopf unter Wasser das Shampoo abspülte, dachte ich daran, wie "er" rufen würde "Schatz, der Tee ist gleich fertig". Es scheint wirklich, als sei ich in absoluter Winterstimmung.

Morgen erscheint er also vermutlich. Was ziehe ich an? Soll ich mich schminken (mache ich sonst so gut wie nie)? Ich bleibe am besten ich selbst, bin ich bisher noch am besten mit gefahren.
Werde ich an der Kasse sitzend keck mit den Augen plinkern und sagen "Ich gehe auf die dreißig zu und denke, du bist nett"?
Wie ändere ich am besten meinen Arbeitsplan, damit ich mit ihm zusammen Feierabend habe? Hm, ich glaube, ich bin doch erst fünfzehn.

Am besten vergesse ich alle Pläne und schwärme im Stillen. Dann besteht auch nicht die Gefahr, dass ich einen Korb bekomme, oder dass er einfach gar nicht mein Typ ist. Was weiß ich denn schon über ihn?
Man stelle sich vor, er schickt mir eine SMS voller Rechtschreibfehler? Dann ginge eine Welt für mich unter. Oder er ist so oberflächlich wie ich? Das wäre ja noch schlimmer.
Genau, ich werde weiter schwärmen. Die Sonntagsträume waren hervorragend und allgemein heitern mich solche Gedanken ("So könnte es gerade sein" ungemein auf. Im Stillen schwärmen. Den Frühling in die dunklen Abende holen. Herrlich.
Und all das wäre vielleicht verloren, wenn ich morgen den Schritt wage.
Außerdem kann ich immerzu mit Ally lieben und leiden. Ich kann mir Schmetterlinge zaubern.

Bei Ally McBeal sagte Richard Fish vorhin übrigens zu mir (naja, eigentlich zu John Cage, der Ally seine Liebe gestehen sollte und befürchtete, dass die Freundschaft darunter leiden könne):
"Überleg dir, was du verlieren kannst, wenn du es versuchst. Und überleg dir, was du verlierst, wenn du es nicht versuchst."

*seufz* Schwärmen ist gar nicht so einfach. Ich bin einfach zu alt für sowas.

22.10.06 22:29


Versagt ...

... habe ich.
Ich brauchte also doch keine frische Unterwäsche (na, keine zusätzlich frische. Herrjeh, wie das sonst klingt).

Am Montag war er im Laden, mein knuffiger Gourmet Perle Kunde. Lächelnd trat er durch die Tür, ignorierte mein aus der hintersten Ecke gerufenes "Guten Tag" und erwiderte erst ein "Hallo", als ich ihm gegenüberstand. Er kam einen Schritt auf mich zu, legte den Kopf auf die Seite, sah mir lächelnd in die Augen und berührte mit seiner Hand meine Wange, bis sich diese warm an seine Hand schmiegte. Als ich zu Sprechen beginnen wollte, schüttelte er nur stumm den Kopf, sodass ich innehielt. Er beugte sich zu mir herüber, seine Lippen berührten kaum merklich meinen Mundwinkel. Ich schloss die Augen, spürte seinen Blick nach wie vor auf mir und neigte langsam den Kopf, bis meine Lippen die seinen fanden und liebkosten.

Ich schwöre, exakt so wäre es geschehen, hätte ich nicht zufällig am Montag Frühdienst gehabt *schmunzel*
Ich korrigiere folglich meinen zweiten Satz: Ich brauchte noch keine frische Unterwäsche.

Aber tatsächlich war er da, meine Kollegin berichtete es mir. Also würde ich wieder eine Woche warten müssen.
Am Mittwoch jedoch hörte ich aus der Ecke beim Bad die elektrische Tür und trällerte ein "Guten Tag". Ich wollte mich schon über die sturen Kunden ärgern, als ich über das Regal sah und ihn erblickte. Er lächelte (eigentlich strahlt er, oder aber mein Strahlen wird von ihm reflektiert? Wie auch immer ...) und grüßte lieb.
Aha, er kaufte Zigaretten. Aha, aha. Aha, aha! Ich kann mich nicht erinnern, ihn schon einmal zweimal die Woche gesehen zu haben. Aber hey, ich habe nichts dagegen
Wir unterhielten uns übers Rauchen und während ich ihm bei der Unterhaltung in die lächelnden Augen (jaha, das ist wirklich so) blickte, spürte ich die Hitze in meinem Gesicht. Nur vier Minuten, dann ging er. Und ich ins Bad, um in den Spiegel zu blicken, der mir mein knallrotes Gesicht zeigte *lach* Ich liebe es, wieder siebzehn zu sein.
Natürlich hatte ich alle Fragen vergessen, doch - Wunder, oh Wunder - als er heute kam (Was ein Wahnsinn), bekam ich doch glatt heraus, dass sein Kater Napoleon heißt und er (nicht der Kater *g*) keine Freundin hat. Hach, welche Beflügelung *schmelz*
Ob er morgen kommt und mir das versprochene Foto von seinem Kater zeigt? (Wenn es geht mit Telefonnummer auf der Rückseite. Dam Dam Dadam *glöckchen bimmel*)

Jetzt aber ernsthaft. Erklär mir mal jemand diese Unterhaltung:

(Er kaufte einen Mop)
Ich: Na? Niemanden zum putzen?
Er: Nein.
Ich: Oh, wie bedauerlich.
Er: Ist manchmal auch besser so.

HMPF!!!

Und warum hat er mir nicht gleich, als er in seinem Handy nach einem Bild von seinem Kater suchte, seine Nummer gegeben?

DOPPELHMPF!!!

Zwei Möglichkeiten gibt es:
1. Ich sollte in Zukunft ruhig sein und meine frische Unterwäsche daheim lassen (wobei er dafür viel zu süß anschließend war *g*)
2. Er sitzt jetzt daheim und ärgert sich, wie er so einen Unsinn verzapfen konnte *lach*

Jaja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Und eigentlich weiß ich gar nicht, ob ich mehr wissen möchte. So kann ich schön schwärmen, dümmlich grinsend durch die Gegend fahren und selbst die stoffeligsten Kunden bekomme ich durch meine gute Laune warm. Was will man mehr?
Wer weiß schon, was die Realität bereit hält.

So, nun werde ich mein Reserve-Höschen bügeln und dann mit Teddybär und Katerchen kuschelnd einschlafen.

(Freitag ist ein toller Tag, um nach der Arbeit einen Kaffee zu trinken. Ob er davon schon gehört hat? *lach*)

19.10.06 22:57


Ein Sonntag ohne Mann

Ja, es sind vornehmlich die Wochenenden, wo Frau tatsächlich auch mal kuscheln mag. Bisher hält mein Kater hin, große Chancen gegen Kuschelmama hat er nunmal nicht *g*
Wenn ich daran denke, dass ich mich gestern, an einem Samstag, bereits kurz vor 23 Uhr zum Schlafen umdrehte, kommt einem doch schnell in den Sinn: Diese Frau braucht dringend einen Kerl. Wäre schon etwas gewesen, auf dem Sofa sitzend ein Glas Wein zu trinken.

Schmieden wir also Pläne.


1. Abchecken, welche Möglichkeiten wir haben:
Da wäre der nette Mann, der Gourmet Perle für sein Kätzchen kauft. Wohnt etwa 40 km entfernt.
Süß, wie er hypernervös einkaufen kommt. Irgendwie richtig schüchtern, knuffig eben. Nein, es hat sicher nichts zu sagen, dass er auch mit meiner Kollegin flirtet *schmunzel*
Mal sehen. Ich könnte meine Nummer auf einen Bon schreiben oder ihn offen fragen, ob wir nach Feierabend einen Kaffee trinken wollen.
Notieren: Frische Unterwäsche mit zur Arbeit nehmen. Nein, nicht weil es zum Sex kommen könnte (hä? Wattn dat überhaupt?), sondern weil ich mir beim Fragen ordentlich in die Hosen mache *g*

2. Notplan bereitstellen:
Okay, wenn wir also mit 37 Jahren noch keinen Mann gefunden haben, lassen wir uns künstlich befruchten, damit Vati endlich mal wieder Opa wird. Er meint sowieso, in meinem Alter bekommt man keinen Mann mehr *kicher*
Notieren: Für Befruchtung sparen.

3. Fragen, ob wir überhaupt einen Mann brauchen
Ich habe da vor Ewigkeiten mal einen Text geschrieben, der diese Frage betrifft. Schauen wir mal, ob er uns weiterhilft *g*

Ich liebe das Alleinsein

Ist es nicht wunderbar, die Stille zu genießen? Niemand, der einem vorschreibt, was man zu tun und zu lassen hat. Niemand, der meint, einen auf Händen tragen zu müssen. Alle Entscheidungen gehören mir, ich gehöre mir.
Ich kann mich am Hintern kratzen, wann immer mir danach ist. Und ja, auch wir Frauen rülpsen, jedoch niemals in Gesellschaft. Ich muss mich nicht benehmen, ich muss nicht anständig sein. Es ist ja schließlich niemand da, den ich beeindrucken müsste. Schnickschnack wie Massagen oder Zweisamkeit bei Kerzenschein *rülps* Worum ging es doch gleich? Wer braucht es schon, dass jemand einem Sekt aus dem Bauchnabel schlürft? Das saut doch sowieso nur die Bettwäsche ein. Von gewissen anderen Flecken will ich mal gar nicht reden. Dieses unhygienische Etwas wird maßlos überschätzt. Hach, welch gelobte Freiheit ist es doch, in der Nase zu popeln oder den Rotz hochzuziehen.
Und wie ich hier eine Ballade furzend dasitze, freue ich mich wie ein kleines Kind über den Zettel, der heute in meinem Briefkasten lag: „Ich denk an dich!“

Na, die Zeit wird es zeigen

15.10.06 15:48


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